COVID-Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff bei Patienten mit Allergien:

Derzeit erreichen uns viele Anfragen von Patienten und Patientinnen mit Allergien, weil sie verunsichert sind, ob sie sich gegen COVID impfen lassen sollen.

Grundsätzlich besteht bei jeder Impfung (also auch anderen Schutzimpfungen) ein Risiko von circa 1:1 Million, dass man allergisch auf diese reagiert.

Auch bei der COVID Impfung werden derzeit nicht wesentlich höhere Zahlen beobachtet. Bisher sind über 6 Millionen Impfungen verabreicht worden (Stand 08.01.2021), davon sind bei etwa 8 Personen schwere allergische Nebenwirkungen aufgetreten.

Die EMA (Europäische Arzneimittel Agentur) empfiehlt dazu als Vorsichtsmaßnahme, dass bei Verabreichung der Impfung Medikamente zur Anaphylaxiebehandlung inklusive Adrenalin beim Arzt/bei der Ärztin vorhanden sind, weiters die Anwesenheit von ärztlichem Personal, das in der Sofortbehandlung einer Schockreaktion vertraut ist, vor Ort wird eine Nachbeobachtungszeit von 15 Minuten (wir empfehlen vorsichtshalber 30 Minuten) nach Verabreichung der Impfung unter ärztlicher Aufsicht empfohlen.

Lediglich Patienten und Patientinnen, die eine nachgewiesene Allergie gegen Bestandteile der Impfung aufweisen (z.B. PEG) und eine schwere allergische Reaktion auf die erste Impfdosis erlitten haben, sollten nicht geimpft werden.

Wir empfehlen Patienten, die eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) in der Vorgeschichte erlitten haben die Nutzen / Risiko Abwägung und Besprechung etwaiger anderer bestehender Vorerkrankungen mit dem behandelnden Hausarzt bzw. Internisten und nach Rücksprache mit diesem vorsichtshalber die Verabreichung in einer Klinik mit erweiterter Infrastruktur (Intensivmedizinische Abteilung) mit mindestens 30 Minuten Wartezeit nach der Verabreichung. Zusätzlich empfehlen wir die Einnahme eines Antihistaminikums ca. 1 Stunde vor der Impfung.

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